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2. 11. 2010

Adreßbuch Greifswald 1942 in der Datenbank durchsuchbar

Mitten im 2. Weltkrieg ist das letzte alte Greifswalder Adreßbuch gedruckt worden. Es trägt den Titel Greifswalder Einwohnerbuch mit Eldena, Ladebow, Neuenkirchen und Wieck. 1942. und wurde aufgrund amtlicher Quellen und privater Mitteilungen herausgegeben und bearbeitet. Dadurch weist es eine hohe Qualität der Einträge auf. Das Namensverzeichnis, das Brigitte Heße für die Pommerndatenbank abgeschrieben hat, enthält 11.617 Personen und 70 Einträge von Firmen oder ähnlichem.

Die kreisfreie Stadt Greifswald war 1939 mit 37.051 Einwohnern und 10.155 Haushaltungen die sechstgrößte Stadt in Pommern. Die Einträge des Adreßbuches scheinen somit die gesamte Einwohnerschaft von Greifswald Ende 1941 zu repräsentieren. Wie in praktisch allen Stadtadreßbüchern sind dabei die Vor- und Nachnamen der Haushaltsvorstände, die Berufe und die Anschriften (Straße und Hausnummer) genannt. Leider sind mit zwei Ausnahmen keine Geburtsnamen von besonders Witwen genannt. Immerhin ist jeder siebten Eintrag (1682) eine Witwe und nur 32 unverehelichte Frauen sind genannt.

Die 20 häufigsten Vornamen sind: Wilhelm (678), Karl (543), Otto (476), Hermann (396), Ernst (351), Walter (346), Paul (341), Anna (293), Max (255), Erich (254), Albert (242), Friedrich (225), Hans (190), Franz (186), Marie (175), Fritz (174), Martha (163), Richard (149), Johann (143), Emma (143),

Es gab 4496 verschiedene Nachnamen von denen die häufigsten Nachnamen sind:
Schmidt (130), Lange (105), Krüger (92), Schröder (91), Müller (81), Peters (76), Schulz (75), Wegner (58), Martens (57), Meyer (55), Möller (54), Witt (51), Schultz (45), Kruse (42), Hagemann (40), Voß (40), Krohn (36), Meier (32), Jürgens (31). Besonders typisch für Vorpommern sind dabei die Namen mit dem Genitiv-s: Peters, Martens, Jürgens.

Einen großen Teil der "Berufe" machen wie gesagt die Witwen (14 %) aber auch die Rentner (432) und Rentnerinnen (170) aus. Die häufigsten Berufe sind: Arbeiter (789), Maurer (150), Kraftfahrer (127), Kaufmann (126), Schlosser (116), Feldwebel (89), Tischler (82), Angestellter (80), Bauarbeiter (76), Oberfeldwebel (74), Zimmerer (60), Heizer (59), Landwirt (59), Arbeiterin (58), Schuhmacher (56), Bäckermeister (56), Maler (51), Schneider (50), Fischer (48), Gärtner (47), Schmied (46), Gastwirt (45), Musiker (45).
Darin spiegelt sich überhaupt nicht der für eine Universitätsstadt hohe Anteil Akademiker wider: 268 Personen sind promoviert (mehr als 2 % der Haushaltsvorstände) und davon 80 Professoren.

Besonders durch die Universität, die Militärstandorte und den Status als See- und Handelsstadt weist Greifswald einen hohen Anteil an zugezogenen Einwohnern auf, deren Verbleib vielleicht nun durch die Suche in unserer Datenbank geklärt werden kann.
Vielen Dank an Brigitte, daß sie die Daten eingeben und allen pommerschen Familienforschern in unserer Datenbank durchsuchbar gemacht hat!

weitere Informationen zum Greifswalder Adreßbuch 1942

Informationen zum Adreßbuch Pommern in der Pommerndatenbank

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